News

16.05.2019

In der Sendung ¬ęTreffpunkt¬Ľ vom 16. Mai 2019 schauen wir auf Beispiele im Bereich der Naturwissenschaften. Ohne die sogenannte Citizen Science, ohne den Einsatz von Freiwilligen, w√§ren viele Forschungs-Projekte gar nicht m√∂glich betont Sandra Gloor. Die Wildtierbiologin, Projektleiterin der Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn, erz√§hlt, was sie aus den protokollierten Wildtierbeobachtungen in den St√§dten f√ľr Schl√ľsse zieht und wie sie mit dem gezielten Einsatz von Freiwilligen beispielsweise mehr √ľber das Verhalten von Eichh√∂rnchen in den St√§dten erfahren kann.

Link zur Sendung

07.05.2019

© Martin Goebel / stadtwildtiere.ch

In England findet diese Woche die ‚ÄúHedgehog Awareness Week‚ÄĚ statt. Dabei wird der Fokus ganz auf den Igel und dessen Lebensraumanspr√ľche gelegt. Machen Sie mit und gestalten Sie Ihre Umgebung igelfreundlich. Vor der eigenen Haust√ľre kann man viel f√ľr die kleinen Fussg√§nger machen.

Gestalten Sie Ihren Garten igelfreundlicher indem Sie:

  • sicherstellen, dass Ihr Garten f√ľr Igel zug√§nglich ist. Ein Durchgang von 10 cm reicht den Igeln schon, um reinzukommen.
  • einen Ast- oder Laubhaufen f√ľr Igel erstellen.
  • Gefahren im Garten, wie herumliegende Netze, entfernen oder entsch√§rfen, indem Sie Fallen, wie Lichtsch√§chte, mit Ausstiegshilfen versehen.
  • einen Komposthaufen anlegen.
  • keine Pestizide und andere Gifte einsetzen.
  • einheimische Pflanzen ans√§hen oder setzen und damit die Insektenvielfalt, die Nahrungsgrundlage der Igel, f√∂rdern.

Weitere Informationen zum Igel finden Sie im Artporträt.

Melden Sie Ihre Igelbeobachtungen und helfen Sie bei der Erforschung der Igel im Siedlungsraum.

06.05.2019


Erdhummel (¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch)

Das Artensterben beschleunigt sich fortw√§hrend und ist bereits 10- bis 100-mal h√∂her als im Durchschnitt der vergangenen 10 Millionen Jahre. Insgesamt sind 0,5 bis 1 Million von rund 8 Millionen Arten gef√§hrdet, warnt der Weltbiodiversit√§tsrat IPBES am Montag im ersten globalen Bericht zum Zustand der Biodiversit√§t und der √Ėkosystemleistungen.¬†

Der Weltbiodiversitätsrat ist ein Gremium der Uno mit Sitz in Bonn. Im Mai 2019 gehören ihm 132 Staaten an. Mit eindringlichen Worten und detaillierten Fakten weist der Rat auf die prekäre Situation der Biodiversität weltweit hin. 

IPBES-Bericht, 6. Mai 2019 (in Englisch und Französisch)

In der Schweiz versuchen die Umweltverb√§nde mit zwei Eidgen√∂ssischen Volksinitiativen die Politik zu einem schnelleren und effektiveren Handeln f√ľr den Schutz und die F√∂rderung der Biodiversit√§t zu bewegen.

Biodiversitäts-Initiative Schweiz

Landschafts-Initiative Schweiz

03.05.2019

© Anne Olivieri Waelti / nosvoisinssauvages.ch

Aus dem Siedlungsraum in der N√§he von Neuenburg wurde ein Albino-Igel auf der Meldeplattform gemeldet. Der Igel f√§llt auf durch seine helle F√§rbung und die roten Augen. Bei S√§ugetieren ist ein Pigmentmangel die Ursache der Weissf√§rbung. Funde von Albino Igel sind selten, tauchen aber regelm√§ssig auf (laut Pro Igel e.V.). Es ist aber schwierig zu sagen, wie viele Albino-Igel √ľbersehen werden, da es oft schwierig ist die Farbe der Igel im Dunkeln zu bestimmen. Die Weissf√§rbung beeintr√§chtigt die nachtaktiven Tiere wahrscheinlich kaum.

Weitere Informationen zu Albino-Igeln sind auf der Webseite von Pro Igel Deutschland zu finden.

Die Beobachtung wurde auf der Seite nosvoisinssauvages.ch gemeldet. Dies ist die französischsprachige Seite der Wilden Nachbarn (wildenachbarn.ch).  Während sich das Projekt StadtWildTiere vor allem an die Bewohner/innen des städtischen Siedlungsraums richtet, stellt das Schwesterprojekt, die Wilden Nachbarn, den ländlicheren Siedlungsraum ins Zentrum.

25.04.2019

Die Website www.luzern.stadtwildtiere.ch bietet Informationen zu den tierischen Stadtbewohnern und l√§dt ein, Beobachtungen zu melden. Wie Umweltschutz Stadt Luzern in ihrer Medienmitteilung vom 25. April 2019 mitteilte, wird die Meldeplattform, bisher f√ľr die Stadt Luzern aufgebaut, im Rahmen der Regionalkonferenz Umweltschutz (RKU) ab sofort auf elf involvierte Gemeinden ausgeweitet.¬†

Medienmitteilung vom 25. April 2019

14.04.2019

 

Das Naturzentrum Pf√§ffikersee ist ein Informationszentrum f√ľr die¬†eindr√ľckliche Moorlandschaft an diesem sch√∂nen See.

In der Ausstellung und an den vielf√§ltigen √∂ffentlichen Veranstaltungen werden den G√§sten spannende Einblicke in die Natur geboten. Mit einem Infomobil werden Erholungssuchende da, wo es im Schutzgebiet Spannendes zu entdecken gibt, informiert. Auf Anfrage organisiert das Team des Naturzentrums auch¬†F√ľhrungen und Exkursionen f√ľr Gruppen aller Art: Schulklassen, Vereine, Familien oder Firmen.

√Ėffnungszeiten:

April bis Oktober
Mittwoch: 14:00 ‚Äď 18:00 Uhr
Wochenende: 10:00 ‚Äď 18:00 Uhr

November bis März
Mittwoch: 12:00 ‚Äď 16:00 Uhr
Wochenende: 10:00 ‚Äď 16:00 Uhr
 

 

12.04.2019

Forscher von der California State University untersuchten die Verbreitung von Rotluchsen (Lynx rufus)¬†und deren Beutetieren, Kaninchen (Sylvilagus spp.), in st√§dtischen Gebieten in S√ľdkalifornien. Die Kaninchendichte wurde mittels visuellen Transektmessungen erhoben, w√§hrend sieben Rotluchs-Weibchen mit GPS-Sendern √ľberwacht wurden. Die Dichte von Kaninchen war etwa dieselbe im st√§dtischen und umgebenden l√§ndlichen Gebieten. Die Luchse nutzen allerdings die umgebenden l√§ndlichen Gebiete w√§hrend des Tages 76-84% h√§ufiger als die st√§dtischen Gebieten. Umgekehrt wurde nachts, wenn in den St√§dten weniger Menschen unterwegs sind,¬†h√§ufiger in st√§dtischen Gebieten nach Kaninchen¬†gejagt.¬†

Diese Studie wurde im Journal of Mammalogy publiziert.

05.04.2019

© Stephie Burkart / stadtwildtiere.ch

Fledermäuse zeigen unterschiedliche Reaktionen auf nächtliches Kunstlicht. Einige Arten meiden die Lichtquellen, besonders UV Lichtquellen, während andere Arten von den durch die Lichtquellen angezogenen Insektenschwärmen profitieren.

Ein Forscherteam des Leibniz Instituts f√ľr Zoo- und Wildtierforschung aus Berlin untersuchte in der Stadt Berlin den Einfluss von B√§umen auf die negative oder positive Wirkung von n√§chtlicher Lichtverschmutzung auf verschiedene Fledermausarten. B√§ume k√∂nnen einen Teil des Kunstlichts von der Umgebung abhalten und somit die Umgebung f√ľr lichtscheue Arten aufwerten.

Das Forscherteam fand artspezifische Reaktionen der Fledermäuse auf Straßenlaternen mit und ohne UV-Licht. Eine dichte Baumbedeckung reduzierte die negative Wirkung von Straßenlaternen auf Fledermausarten, welche im offenen Raum nach Beute suchen. Gleichzeitig verstärkte die Baumbedeckung die positive Wirkung von Straßenlaternen auf Zwergfledermäuse, welche an Straßenlaternen jagen, und die negative Wirkung auf Myotis Arten, welche entlang von Strukturen nach Insekten jagen und besonders lichtscheu sind.

Das Autorenteam empfiehlt baumreiche Gebiete sparsam zu beleuchten und in starkbeleuchteten Gebieten mehr Bäume zu pflanzen.

 

Die wissenschaftliche Publikation ist online verf√ľgbar.

29.03.2019

Am Freitagabend, 29. M√§rz, zu bester Sendezeit wurde im Rahmen der Sendung Schweiz aktuell ein kurzer Beitrag zum Igelprojekt in den St√§dten Bern, Chur, Luzern, St.Gallen und Z√ľrich gezeigt. Fazit: Wir stellen eine R√ľckgang der Igelpopulation fest, die Gr√ľnde sind aber Vorderhand noch nicht klar. Lebensraumver√§nderungen, R√ľckgang der Nahrung oder eine Zunahme des Verkehrs werden weiter untersucht. Auch Dachse d√ľrften da und dort eine Rolle spielen.

Schweiz aktuell, SRF vom 29. März 2019

26.03.2019

Die Natur, die Landschaft und das baukulturellen Erbe in der Schweiz stehen stark unter Druck. Mehr als ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten sind gef√§hrdet, die Fakten zum Insektensterben sind alarmierend. In der Biodiversit√§tspolitik herrscht jedoch Stillstand. Der Bauboom ausserhalb der Bauzonen geht weiter, naturnahe Fl√§chen und wertvolles Kulturland verschwinden unter¬†Beton und Asphalt. Derweil sind mit der zweiten Revisionsetappe des Raumplanungsgesetzes noch immer keine griffigen Gegenmassnahmen in Sicht. Der Aktionsplan f√ľr die Biodiversit√§t der Schweiz ist gerade einmal das Minimum, was gemacht werden muss.¬†

Deshalb lancieren die Umweltverbände am 26. März 2019 zwei Volksinitiativen:
‚Äʬ†¬† ¬†Die Biodiversit√§tsinitiative sichert gen√ľgend Fl√§chen und Geld f√ľr unsere Natur und verankert einen besseren Schutz von Landschaft und baukulturellem Erbe in der Verfassung.
‚Äʬ†¬† ¬†Die Landschaftsinitiative stoppt die zunehmende Verbauung naturnaher Fl√§chen und unseres Kulturlandes und setzt dem Bauboom au√üerhalb der Bauzonen klare Grenzen.

Zu den Unterschriftenbögen und weiteren Informationen

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