Marderhund
Nyctereutes procyonoides
© Karlakas / WikiCommons

Lebensraum

Hecken und Waldränder
Wald
Feuchtgebiet

Urspr√ľnglich aus Ostasien, wurde zwischen 1929 und 1955 als Pelzlieferant im europ√§ischen Teil der ehemaligen Sowjetunion ausgesetzt. Dieses hundeartige Raubtier wird auch Enok genannt. Einzelg√§ngerisch oder paarweise unterwegs, gelegentlich auch in Familienverb√§nden. Aktivit√§tsgebiet in Europa etwa 100 bis 200 ha. Tagesquartiere in Dachs- oder Fuchsbauten, in hohlen Baumst√§mmen, unter Felsbl√∂cken oder Asthaufen. Legen selbst nur selten Baue an. Im Winter partielle Winterruhe, die an warmen Tagen unterbrochen werden kann. Paarungszeit von Februar bis April, danach beteiligt sich das M√§nnchen bei der Jungenaufzucht. Die Welpen werden schon im ersten Jahr geschlechtsreif. Ern√§hrt sich √ľberwiegend von Insekten, Amphibien, V√∂geln und Kleins√§ugern sowie Fr√ľchten, Beeren, Mais und Aas. Als Nahrungsgeneralist kann er sich optimal an das lokale Nahrungsangebot anpassen. Guter Schwimmer.

Erkennungsmerkmale 
Etwa fuchsgro√ü, kurze Beine, gedrungener K√∂rper und langhaariges Fell. Geteilte, schwarze Gesichtsmaske. Schwanz buschig und einfarbig. Fell beigegrau an den Flanken und schwarzbraun am Bauch und am R√ľcken.
Lebensraum 
Gewässerreiche Laub- und Mischwälder, sowie vegetationsreiche Flusstäler
Gefährdungsgrad
Neozoon
√Ąhnliche Arten
Der Dachs hat im Vergleich zum Marderhund eine l√§ngsverlaufende Gesichtszeichnung und k√ľrzere Haare im Nackenbereich. Gr√∂√üte Verwechslungsm√∂glichkeit mit dem Waschb√§ren. Der Waschb√§r hat eine deutlichere Gesichtsmaske und einen schm√§leren Kopf, sowie einen geringelten Schwanz. Seine Gesichtsmaske ist nicht unterbrochen.
Masse 
Kopf-Rumpf-Länge 50 - 70 cm, Schulterhöhe 25 - 30 cm, Gewicht 4 - 10 kg.
Aktivit√§tszeit 
Dämmerungs- und nachtaktiv; partielle Winterruhe von Dezember bis Februar
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
Bewohner der Feuchtgebiete

Feuchtgebiete sind beliebte Lebensr√§ume f√ľr den Marderhund. Sie bieten gen√ľgend Nahrung in Form von Amphibien und Insekten, aber auch eine F√ľlle an Versteckm√∂glichkeiten in der dichten Vegetation. Bei Gefahr fl√ľchtet der gute Schwimmer gerne ins Wasser oder bleibt reglos stehen. In √Ėsterreich wurde der Marderhund in den 60er Jahren erstmals sicher nachgewiesen und gilt bisher noch als Seltenheit. Auch in der Schweiz gibt es bislang nur Einzelnachweise.

© Norbert W. Lang / WikiCommons

Feuchtgebiete sind beliebte Lebensr√§ume f√ľr den Marderhund.

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Marderhunde stammen urspr√ľnglich aus Ostasien. √úber den Einfluss des Marderhundes auf die einheimischen Wildtiere ist wenig bekannt, daher sind Beobachtungen von gro√üem Interesse. Die Art ist bisher nur vereinzelt nachgewiesen worden. Es ist aber wichtig, die Entwicklung der Marderhund-Population im Auge zu behalten.

Beobachten im Tierpark 

Marderhunde können im Tierpark Bern beobachtet werden.

StadtWildTiere Winterthur
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