Ringelnatter
Natrix natrix
© Marek Szczepanek / WikiCommons

Lebensraum

Hecken und Waldränder
Feuchtgebiet
Gewässer

Oft an Amphibiengew√§ssern in naturnaher, halboffener Landschaft, die keineswegs feucht sein muss. Nach Paarungszeit (April-Juni) legen Weibchen Ende Juni bis August etwa 10-30 (max. 50) wei√üliche Eier (25-35mm) in g√§rungswarme Kompost-, Mist- oder Schnittguthaufen. Junge (14-18cm) schl√ľpfen ca. Ende August/September. Nach 4-5 Jahren geschlechtsreif. Kennen mehrere Gew√§sser, auch Gartenteiche, in denen sie schwimmend und tauchend Amphibien und Fische jagen. W√§lder werden gelegentlich nach Amphibien abgesucht. Im Jahr bewegt sich ein Tier auf einer Fl√§che von bis zu 15 ha, im Extremfall sogar bis zu 60 ha. Ziemlich scheue Tiere, sodass es Geduld braucht, sie zu beobachten. Sonnige Teiche sind gute Beobachtungsorte.

Erkennungsmerkmale 
Gekielte Schuppen. Zwei gelbe Halbmonde am Hinterkopf. Senkrechte, schwarze Striche auf der Oberlippe. Mitunter ganz schwarze Tiere. F√ľr Menschen weder giftig noch bissig, v√∂llig ungef√§hrlich.
Lebensraum 
Auen, Kiesgruben sowie Landschaftsmosaike von Gewässern, Gartenteiche, Feuchtgebieten, extensiver Kulturlandschaft und sonnigen Waldrändern. Lichte Wälder.
Gefährdungsgrad
verletzlich
√Ąhnliche Arten
Ringelnattern k√∂nnen mit W√ľrfel-, Viper- oder √Ąskulapnattern verwechselt werden. Die Ringelnatter besitzt jedoch als einzige ein Fleckenpaar (schwarz-wei√ü oder schwarz-gelb) am Hinterkopf, das allerdings auch mal fehlen kann. Die einzige Ausnahme sind junge √Ąskulapnattern, die manchmal eine √§hnliche Fleckenzeichnung haben, diese haben aber einen typischen schwarzen Strich vom Auge zum Mundwinkel.
Ma√üe 

Bis 130 cm, selten bis 180 cm. Männchen durchschnittlich kleiner als Weibchen. Höchstalter 15-20 Jahre.

Aktivit√§tszeit 
März-Oktober
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Die harmlose Wasserschlange

Die Ringelnatter ist am ehesten in der Nähe von Fließgewässern, Seen oder Teichen zu entdecken. Da sie hauptsächlich Amphibien, Fische und selten einmal eine Eidechse erbeutet, findet sie an Gewässern mit naturnaher Ufergestaltung einen idealen Lebensraum. Die Ringelnatter ist eine sehr gute Schwimmerin und kann deshalb auch regelmässig im Wasser beobachtet werden. Bei der kleinsten Störung flieht die Ringelnatter, oft flieht sie dabei ins Wasser und taucht ab. Häufig kann man der Ringelnatter auch in naturnah gestalteten Gärten begegnen, da sie in den Gartenteichen Nahrung findet und in Komposthaufen Eier ablegen und sich verstecken kann. Wie viele Schlangen, kann man die Ringelnatter am besten in den späten Morgenstunden beim Sonnenbad beobachten, im Sommer meiden sie jedoch zur heißesten Zeit des Tages die volle Sonneneinstrahlung.

© Rbirkby / WikiCommons

Eier der Ringelnatter

 

© Anouk Taucher / swild.ch

Schwimmende Ringelnatter

Fördern im eigenen Garten

Die Anlage von naturnahen Gartenteichen kann f√ľr Ringelnattern einen neuen Lebensraum schaffen. Wichtig ist darauf zu achten, ebenfalls die n√∂tigen Versteckm√∂glichkeiten in der Umgebung des Kleingew√§ssers zur Verf√ľgung zu stellen; dazu eignen sich Stein-, Holz- und Asthaufen, aber auch Komposthaufen werden gerne zur Eiablage benutzt. Auf den Pestizideinsatz muss unbedingt verzichtet werden und √úberd√ľngung durch Pflanzeneinfall ist zu vermeiden.

Lebensräume erhalten und schaffen

Haben Sie selbst keinen eigenen Garten zur Verf√ľgung, wohnen aber in einer Wohnsiedlung mit gr√∂√üerem Wohnraum? Setzen Sie sich bei ihrer Genossenschaft oder beim Vermieter daf√ľr ein, dass das Gel√§nde naturnah unterhalten wird und wenn m√∂glich fischfreie T√ľmpel oder Versteckm√∂glichkeiten f√ľr Reptilien angelegt werden.

Oder setzen Sie sich f√ľr die Renaturierung eines Flie√ügew√§ssers in Ihrer Region ein, und helfen bei Pflegeeins√§tzen bestehender Naturschutz-Fl√§chen mit. Die Verbuschung von Lebensr√§umen ist f√ľr Reptilien besonders problematisch, da die Reptilien dadurch geeignete Pl√§tze zum Sonnenbaden verlieren und einen neuen Standort suchen m√ľssen. Wichtig ist, dass solche Pflegeeins√§tze m√∂glichst im Winter durchgef√ľhrt werden, um die St√∂rung der Ringelnattern und anderer Tiere zu minimieren.

Gefahren 
  • Lebensraumzerst√∂rung: Ringelnattern sind an Feuchtgebiete oder Gew√§sser gebunden. Diese Lebensr√§ume sind jedoch besonders stark von Biotopzerst√∂rung und Verinselung betroffen, etwa durch Trockenlegung von Gew√§ssern und Zerschneidung durch Stra√üen.

  • Zerst√∂rung der Nahrungsgrundlage: Pestizideins√§tze und √úberd√ľngung von Gew√§ssern f√ľhren zu einem R√ľckgang der Amphibien, welche den gr√∂√üten Nahrungsbestandteil der Ringelnatter ausmachen.

  • Feinde: In der N√§he von menschlichen Siedlungen steuern Hauskatzen und die St√∂rung durch Menschen einen gro√üen Teil zum Bestandsr√ľckgang der Ringelnatter bei.

Beobachten im Tierpark

Ringelnattern kann man im Naturama in Aarau oder auch im Vivarium Tablat beobachten.

Weitere Informationen zur Ringelnatter und zu den anderen Reptilien sind auf der Webseite der Karch (Koordinationsstelle f√ľr Amphibien und Reptilien der Schweiz) zu finden.

Die Ringelnatter war 2015 das Tier des Jahres. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der Pro Natura.

StadtWildTiere Winterthur
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