Seefrosch
Pelophylax ridibundus
© Mike Scott / WikiCommons

Lebensraum

Gewässer

H√§lt sich im oder am Gew√§sser auf, auch im Winter, kann aber auch weit wandern. Zur Paarungszeit lautes, meckerndes, lachendes "o√§h-m√§-√§-√§". Weibchen setzen im Mai/Juni mehrere Laichballen mit insgesamt bis 10`000 Eiern ab. Kaulquappen schl√ľpfen temperaturabh√§ngig nach sp√§testens 10 Tagen, Umwandlung zum Frosch nach 6-12 Wochen. Geschlechtsreife nach 2-3 Jahren. Frisst Ober- und Unterwasser praktisch alles Lebendige, was halb so gro√ü ist wie er selbst, auch andere Amphibien. In Europa nicht gef√§hrdet.

Aus Osteuropa und dem Balkan stammende Seefr√∂sche wurden zu Speise- und Forschungszwecken in die Schweiz eingef√ľhrt, sind entwichen oder ausgesetzt worden und konnten sich erfolgreich ausbreiten - als gefr√§√üige R√§uber oft zulasten anderer Amphibienarten.

Erkennungsmerkmale 
Es wurden mehrere Seefroscharten eingef√ľhrt, die sich aber nur genetisch eindeutig zuordnen lassen. Sehr variabel, je nach Herkunftsgebiet. Grundfarbe lehmfarben, braun, oliv bis moosgr√ľn, mit zahlreichen dunkelbraunen oder olivfarbenen Flecken. Hinterbeinschenkel geb√§ndert und gefleckt. Haut warziger als bei Wasser- und Teichfrosch; meist deutlich gelbgr√ľner R√ľckenstreifen. Zwei dunkelgraue Schallblasen hinter den Mundwinkeln.
Lebensraum 
Verschiedenartige Gewässer, auch im Siedlungsraum.
Gefährdungsgrad
Neozoon
√Ąhnliche Arten
Seefr√∂sche sind deutlich gr√∂√üer als Wasserfr√∂sche und haben generell eine d√ľstere F√§rbung mit weniger Gelbanteil. Die Rufe des Seefrosches unterscheidet sich wesentlich von den Rufen des Wasser- und des Teichfrosches. Die Rufe kann man sich auf der Webseite der karch (Koordinationsstelle f√ľr Amphibien und Reptilien der Schweiz) anh√∂ren. Als ein Bestimmungsmerkmal hat sich auch der innere Fersenh√∂cker herausgestellt, welcher sich in Gestalt und Gr√∂√üe zwischen den drei Formen unterscheidet.
Masse 

9-13 cm, selten größer.

Aktivit√§tszeit 
Anfang April - Mitte Oktober
Beobachtung eintragen
Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
Ganzes Jahr am Wasser

Der Seefrosch ist ganzj√§hrig am Gew√§sser anzutreffen, er verbringt sogar den Winter am Gew√§ssergrund. Die lauten Froschkonzerte sind vor allem im Fr√ľhling und Sommer weit zu h√∂ren. W√§hrend des Tages sonnen sich die Seefr√∂sche am Teichrand und h√ľpfen bei einer St√∂rung mit einem gro√üen Sprung in den Teich, wo sie sich verstecken. Der Seefrosch bevorzugt gro√üe, stehende oder langsam flie√üende Gew√§sser, ist aber auch am Gartenteich anzutreffen. Oft √ľberwintern sie in Fl√ľssen.

Beobachtungen melden

Der Seefrosch ist eine invasive Art, d.h. sie wurde eingeschleppt, ist sehr konkurrenzstark gegen√ľber einheimischen Arten und kann diese verdr√§ngen.¬† Er ben√∂tigt deshalb keinen Schutz. Wichtig ist, solche neu eingewanderten Arten gut zu beobachten, weil sie negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt haben k√∂nnen. Melden Sie deshalb Seefrosch-Beobachtungen (Bestimmungsmerkmal = Stimme).

Mehr Informationen 

Schweiz

Koordinationsstelle f√ľr Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz www.karch.ch

 

√Ėsterreich

√Ėsterreichische Gesellschaft f√ľr Herpetologie √ĖGH www.herpetozoa.at

Amphibien und Reptilien √Ėsterreichs www.herpetofauna.at

 

Deutschland

Deutsche Gesellschaft f√ľr Herpetologie und Terrarienkunde DGHT www.dght.de

Naturschutzbund Deutschland NABU www.nabu.de

StadtWildTiere Winterthur
Träger