News

30.08.2019

© Franziska Lörcher / stadtwildtiere.ch

Wiesel geraten in der Schweiz zunehmend unter Druck. Ihr Lebensraum wird kleiner und Beobachtungen der flinken Tiere werden immer seltener. Als Raubtiere liefern Wiesel jedoch wichtige Hinweise fĂĽr den Zustand des ganzen Ă–kosystems und sind deshalb wichtig fĂĽr eine nachhaltige Zukunft.

Im Citizen Science Projekt „Wiesel gesucht - Wer zeigt sich in der Fotobox?“ benutzen wir Kamerafallen, um das Vorkommen von Wieseln und ihren Beutetieren im Schweizer Mittelland zu untersuchen.

Bei der Auswertung der Videos brauchen wir Ihre Unterstützung! Helfen Sie mit, die Videos anzuschauen und die Tiere, welche die Fotofallenbox betreten zu identifizieren. Teilnehmen können Sie auf der Projekt-Webseite, wo Sie auch mehr über die Wiesel in der Schweiz erfahren.

Dies ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft SWILD in Zusammenarbeit mit dem Citizen Science Center Zürich, eine gemeinsame Initiative der Universität Zürich und der ETH Zürich.

24.08.2019

Am 22. und 23. August fand in Wien das internationale Treffen der StadtWildTiere und Wilde Nachbarn-Projekte statt. Die Projektverantwortlichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutierten die aktuellen Projekte in den Ländern, die Weiterentwicklung der Plattformen und Themen wie Citizen Science, Open Science und offene Biodiversitätsdatenbanken. Zu Gast waren wir am Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung und in der Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte der Vetmeduni Vienna in Seebarn am Wagram.

Schliesslich blieb auch Zeit, in Wien die Feldhamster und in den Weinbergen des Wagram nordöstlich von Wien Ziesel zu beobachten.

Wir kehren nach dem anregenden Treffen hoch motiviert und mit vielen neuen Ideen nach Hause zurĂĽck.

07.08.2019

Aktuelle Eichhörnchenbeobachtung, © Judith Niggli / wildenachbarn.ch

Am Dienstag, 6. August, ging mit einer Meldung eines Fuchses aus der Stadt Luzern die 40’000ste Beobachtung auf den Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn ein.

Das Projekt StadtWildTiere wurde 2013 in Zürich lanciert. Im Mai 2016 startete das Projekt Wilde Nachbarn. Mittlerweile gibt es lokale Projekte in 8 Städten und 5 Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nebst einer deutschsprachigen Version, wird das Projekt Wilde Nachbarn Schweiz auch auf Französisch angeboten (Nos voisins sauvages).

Vielen Dank an alle fleißigen Melder/innen aus allen Projekten. Wir freuen uns bereits auf die nächsten 40’000 Meldungen!

16.07.2019

Die Asiatische TigermĂĽcke in Deutschland, Ă–sterreich und der Schweiz

Die Asiatische Tigermücke wurde 1979 in Europa das erste Mal in Albanien nachgewiesen, vermutlich über Importe aus China. Seiter hat sich die Mücke in 14 Europäischen Ländern ausgebreitet. In der Schweiz wurden im Tessin 2003 Tigermücken festgestellt. In Deutschland wurden im September 2007 auf einer Autobahnraststätte der A5 bei Bad Bellingen (Baden-Württemberg) erstmals Eier der Mücke entdeckt (Pluskota et al 2008, European Mosquito Bulletin). 2017 wurden im Unterinntal im österreichischen Tirol Eier in größerer Menge gefunden, wie meinbezirk.at meldete.

Die TigermĂĽcke in ZĂĽrich

Nun ist sie auch in Zürich angekommen, wie das Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich in einer Medienmitteilung vom 16. Juli 2019 bekannt gibt. Bereits im September 2016 konnte der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich zusammen mit der zuständigen Fachstelle des Kantons Zürich auf dem Gelände der Bus Station (Carparkplatz) Tigermückeneier finden. Im Sommer dieses Jahres wurde die Tigermücke nun auch in Wollishofen nachgewiesen. Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich geht davon aus, dass die Tigermücke an beiden Orten aufgrund von Reisetätigkeiten eingeschleppt wurde. In Wollishofen haben sie die Wintermonate überlebt. Bei der Bus Station handelt es sich hingegen um wiederholte Neueinschleppungen mit den Reisefernbussen.

Die MĂĽcke profitiert vom Klimawandel

Eine Gruppe von Forschern der University of Liverpool unter Leitung von Cyril Caminade hat gemäß einer Veröffentlichung im April 2012 in der Zeitschrift Interface der Royal Society berechnet, dass die Tigermücke aufgrund des Klimawandels zwischen 2030 und 2050 in weiten Teilen Europas die für sie nötigen Lebensbedingungen vorfinden wird.

Sind Asiatische Tigermücken gefährlich?

Wie der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich berichtet, besteht für die Bevölkerung gegenwärtig kein Anlass, sich Sorgen zu machen. Die Tigermücke kann zwar Krankheiten von einer infizierten auf eine noch nicht-infizierte Person übertragen. Die Gefahr ist jedoch sehr klein. In der Schweiz (und auch in Deutschland) gab es bisher noch nie einen solchen Fall. Alle registrierten Krankheitsfälle waren im Ausland erkrankte Reiserückkehrer. In der Schweiz sind auch noch keine mit Viren infizierten Tigermücken aufgetreten. Die Tigermücken sind jedoch lästig, da sie auch tagsüber stechen, was einheimische Mücken nicht tun.

Wie erkenne ich eine Asiatische TigermĂĽcke?

Die Tigermücke hat auf ihren schwarzen Hinterbeinen fünf weisse Ringe und auf ihrem Rücken, hinter dem Stechrüssel, eine weisse Linie. Das Insekt ist nicht grösser als ein 5-Rappenstück. Die im Mittelland bereits weit verbreitete Asiatische Buschmücke sieht der Tigermücke äusserst ähnlich, ist aber bedeutend grösser.

Die Tigermücke ist auch tagsüber aktiv, während unsere einheimischen Mücken vor allem in der Dämmerung und nachts stechen. 

Weitere Informationen zur Asiatischen TigermĂĽcke bei GrĂĽn Stadt ZĂĽrich

10.07.2019


Strassenbäume und grosszügige Baumscheibe (Bild Max Ruckstuhl / Grün Stadt Zürich)

Wenn es draußen heiß ist, fliehen die Menschen aus den Städten, weil es auf dem Land oder an Gewässern kühler ist als in den zubetonierten Häuserschluchten. Deshalb investieren immer mehr Städte in die sogenannte Hitzevorsorge. Beitrag und Gespräch mit dem Landschaftsarchitekten Carlo Becker auf Schweizer Radio SRF 1.

21.06.2019

Hier geht's zum Interview:

21.06.2019

Wie die Abteilung Natur, Jagd & Fischerei (NJF) des Kantons Luzern in einer Medienmitteilung vom 21. Juni 2019 mitteilte, hat die kantonale Wildhut südlich von Malters einen männlichen Jungluchs wieder ausgewildert. Das verwaiste Tier wurde im Herbst 2018 im Keller eines Gebäudes in Malters aufgefunden und anschliessend zur Betreuung in den Tierpark Goldau gebracht. Ob sich der mit einem Senderhalsband bestückte Luchs in der wiedergewonnenen Freiheit durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Zur Medienmitteilung

08.06.2019

Dunkle Nacht im nördlich von Neuchâtel gelegenen Val-de-Ruz zwischen Mitternacht und 4.45 Uhr. Das Projekt, in welchem die öffentliche Beleuchtung während der Nacht ausgeschaltet wird, ist beschlossene Sache und wird nun schrittweise umgesetzt. Coffrane ist das erste Dorf im Tal, welches das neue Lichtregime seit dem 10. Mai umsetzt. Val-de-Ruz (16 900 Einwohner/innen, 124 km2) ist die erste Gemeinde der Schweiz, welche diese Massnahme zum Schutz der Nacht durchführt. 

Wird sich diese Änderung beim künstlichen Licht auf die freilebende Fauna auswirken? Ein lokales "Nos voisins sauvages"-Projekt ist zur Zeit am Entstehen, welches mit Citizen Science, also unter Mitwirkung der Bevölkerung, die Auswirkungen auf die Fauna beobachten. Parallel zum Citizen Science-Projekt ist eine wissenschaftliche Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture de Lullier geplant.

Mit dem Projekt "Nos voisins sauvages" sollen die einheimischen Wildtiere, die vor unserer Haustür leben, sichtbar gemacht werden. Die Plattform bietet zudem viele Informationen zu einheimichen Wildtieren. Die Bevölkerung ist aufgerufen, Wildtierbeobachtungen auf der Plattform zu melden. 

01.06.2019

Die Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn erweitern ihr Angebot mit einem Fotofallenverleih. Wildtierkameras stellen eine tolle Möglichkeit dar, um mehr über unsere tierischen Nachbarn zu erfahren und spannende Bilder von ihnen zu erhalten. Um jedem interessierten Naturliebhaber die Möglichkeit zu bieten, seine Umgebung mithilfe von Wildtierkameras zu erkunden, bieten wir ab sofort solche Fotofallen zur Miete an.

Zum Fotofallenverleih

16.05.2019

In der Sendung «Treffpunkt» vom 16. Mai 2019 schauen wir auf Beispiele im Bereich der Naturwissenschaften. Ohne die sogenannte Citizen Science, ohne den Einsatz von Freiwilligen, wären viele Forschungs-Projekte gar nicht möglich betont Sandra Gloor. Die Wildtierbiologin, Projektleiterin der Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn, erzählt, was sie aus den protokollierten Wildtierbeobachtungen in den Städten für Schlüsse zieht und wie sie mit dem gezielten Einsatz von Freiwilligen beispielsweise mehr über das Verhalten von Eichhörnchen in den Städten erfahren kann.

Link zur Sendung

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