Fadenmolch
Lissotriton helveticus
© Kevin Keatley / flickr.com

Lebensraum

Wald
Gewässer

Erscheint gegen Anfang März in den Laichgewässern. "Brautwerbung" ähnlich wie beim Bergmolch, mit dem der  kleinere Fadenmolch oft vergesellschaftet ist. Die Fadenmolchlarven sind sehr klein (bis 3cm) und fallen häufiger Beutejägern zum Opfer. In verkrauteten Gewässern mit besseren Deckungsstrukturen haben die Larven jedoch größere Überlebenschancen. Die Fadenmolche bleiben oft bis Ende Mai im Gewässer und beziehen danach ufernahe Landhabitate, können aber auch im weiteren Umfeld beispielsweise unter morschen Holzhaufen gefunden werden. Überwinterung ab Oktober mehrheitlich am Lande unter morschem Holz, in Erdspalten, Ast-, Falllaub- oder Steinhaufen.

Erkennungsmerkmale 
Unterseite fleischfarben, fahlgelber Bauchstreifen. Oberseite gelbocker bis dunkelbraun mit dunkler Fleckenmusterung. Wassertracht des Männchens mit fadenförmiger Verlängerung an gestutzter Schwanzspitze und dunkeln Schwimmhäuten zwischen den Zehen am Hinterfuß.
Lebensraum 
Stehende, eher kleine Gew√§sser, v.a. in waldigem, h√ľgeligem Gel√§nde.
Gefährdungsgrad
verletzlich
√Ąhnliche Arten
Fadenmolchweibchen sind von den Teichmolchweibchen nur sehr schwierig zu unterscheiden. Es sollten mehrere Merkmale in Betracht gezogen werden f√ľr die Artbestimmung. Das Teichmolchweibchen hat eine gelbliche, meist gefleckte, Kehle und dunkel gef√§rbte Fersenballen am Hinterfu√ü. Ebenso besitzt das Teichmolchweibchen, im Gegensatz zum Fadenmolchweibchen, eine orange Bauchmitte und Schwanzunterkante, sowie eine orange eingefasste Kloake.
Ma√üe 

Männchen bis 7 cm, Weibchen bis 9 cm.

Aktivit√§tszeit 
Anfangs März - Mitte Oktober
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
1 Bilder geordnet nach
Fadenmolch 
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Ein mysteriöser Schattenbewohner

Der Fadenmolch besiedelt eine Vielfalt von Gew√§ssertypen, scheint jedoch kleinere Gew√§sser zu bevorzugen. Der Fadenmolch meidet Gew√§sser mit Fischbestand. Er besiedelt bevorzugt schattige T√ľmpel im Wald und nur selten Gartenteiche. Der Fadenmolch ist ein bescheidener Wanderer, dessen Landlebensr√§ume oft in der N√§he von Gew√§ssern liegen. Fadenmolche halten sich von Februar bis etwa Juli in Teichen und Weihern auf, danach suchen sie ihre Landlebensr√§ume auf. In seltenen F√§llen √ľberwintern noch nicht metamorphosierte Larven im Wasser.

© Velela / WikiCommons

Fadenmolch-Larve zum Gr√∂√üenvergleich neben einem Penny (dies entspricht einem 10-Rappen- oder einem 10 Cent-St√ľck).

Geduld ist gefragt

M√∂chte man im eigenen Garten ein Gew√§sser f√ľr den Fadenmolch anlegen, braucht dies viel Geduld, da der Fadenmolch ein sehr bescheidener Wanderer ist und daher neue Gew√§sser nur besiedelt, wenn sie mit bestehenden Vorkommen verbunden sind. F√ľr den Fadenmolch angelegte Gew√§sser sollten halbschattig liegen, nicht zu tief sein und fischfrei. Die gr√∂√üten Chancen f√ľr eine Besiedlung bestehen in Gew√§ssern in der N√§he eines Waldes oder auf einer Waldlichtung. Wie bei anderen Amphibienarten ist auch beim Fadenmolch darauf zu achten, dass man nicht nur Laichgew√§sser schafft und sch√ľtzt, sondern auch die Landlebensr√§ume der Amphibien f√∂rdert, welche ihnen Versteck- und √úberwinterungsm√∂glichkeiten bieten.

Gefahren 
  • Lebensraumverlust: Die Lebensr√§ume des Fadenmolchs sind oft unscheinbare T√ľmpel, Fahrspuren und andere Kleinstgew√§sser, die h√§ufig nicht als solche erkannt werden und zugesch√ľttet oder entw√§ssert werden.
  • Herbizide und Pestizide: Aufgrund ihrer d√ľnnen und sehr durchl√§ssigen Haut sind Amphibien besonders empfindlich auf Pestizide und Herbizide.
Mehr Informationen 

 

 

Koordinationsstelle f√ľr Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz www.karch.ch

StadtWildTiere Winterthur
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